Schlagwörter: Entlohnung Kommentarverlauf ein-/ausschalten | Tastaturkürzel

  • thewisemansfear 10:22 am am June 16, 2014 Permalink
    Tags: Economic Policy Institute, Entlohnung, , trickle-down-Theorie, ,   

    Profiteure der "trickle-down"-Theorie 

    Umverteilung einmal anders: Firmenbosse wurden im vergangenen Jahr durchschnittlich 296x höher entlohnt als ein Arbeiter, wie das Economic Policy Institute hier schreibt. David Ruccio hat dies ebenfalls in seinem Blog aufgegriffen und eine kurze Zusammenfassung geschrieben.

     

    Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – aber viel besser ist natürlich ein Video, was diesen Sachverhalt veranschaulicht:

     

    Interessant, was die Autoren noch dazu schreiben. U.a. haben sie facebook bei der Berechnung ausgenommen, da sie sonst für 2013 ein Verhältnis von 510 zu 1 hätten angeben müssen 🙂

    That CEO pay grew far faster than pay of the top 0.1 percent of wage earners indicates that CEO compensation growth does not simply reflect the increased market value of highly paid professionals in a competitive market for skills (the “market for talent”) but reflects the presence of substantial rents embedded in executive pay (meaning CEO pay does not reflect greater productivity of executives). Consequently, if CEOs earned less or were taxed more, there would be no adverse impact on output or employment.

    Fettaugensyndrom, anyone? Nitzan & Bichler haben kürzlich einen sehr erhellenden Beitrag über die Funktionsweise unseres Wirtschaftssystems geschrieben. Das, was die Leute heutzutage antreibe, ist der Ansatz von „relative power“ (ein größeres Stück vom Kuchen abzubekommen). Selbst an der Spitze gibt es eine weitere Auseinanderentwicklung. Jeder Wirtschaftsteilnehmer, der stärker als der Durchschnitt „wächst“, verzeichnet einen effektiven Machtgewinn bzw. hat ein größeres Stück vom Kuchen. Das schafft man natürlich nur, indem man anderen Leuten etwas wegnimmt vorenthält. Faire Bezahlung beispielsweise.

    Warum deswegen niemand aufbegehrt? Weil die Ideologen gute Arbeit geleistet haben: freier Markt®, freier grenzenloser Wettbewerb® und die trickle-down-Theorie. Hierzu als passender Abschluss:

    reaganomics_trickle_down

    Advertisements
     
  • thewisemansfear 10:08 pm am March 18, 2014 Permalink
    Tags: Entlohnung, Fairness, homo oeconomicus   

    Das Fairness-Experiment: Auswirkung ungleicher Entlohnung für identische Tätigkeiten 

    Zum Hintergrund: Mainstream-Wirtschaftsmodelle basieren auf einem „rational handelnden Agenten„. Der richtet sich mit seinen Entscheidungen primär nach egoistischen Motiven, Fragen der Moral geraten da eher in den Hintergrund. Dass dies mit der Realität nicht viel gemein hat, sollte spätestens nach diesem Video klar sein.

    Was der Vortragende erklärt, ist Folgendes:

    • es handelt sich um 2 Kapuzineräffchen aus derselben Gruppe, die sich nebeneinander in Sichtweite des jeweils anderen befinden
    • beide müssen eine kleine Aufgabe erledigen (Stein nehmen und zurückgeben) und erhalten dafür eine Belohnung (Gurkenstückchen)
    • wird von beiden akzeptiert, solange man nicht einen von beiden für dieselbe Tätigkeit mit einer Weintraube „bezahlt“

    Die Reaktion fällt irgendwie nachvollziehbar aus, verarschen kann er sich auch selber! 😉

     

     
c
Neuen Beitrag erstellen
j
nächster Beitrag/nächster Kommentar
k
vorheriger Beitrag/vorheriger Kommentar
r
Antworten
e
Bearbeiten
o
zeige/verstecke Kommentare
t
Zum Anfang gehen
l
zum Login
h
Zeige/Verberge Hilfe
Shift + ESC
Abbrechen