Ein anschaulicher Videobeitrag zum besseren Verständnis, woran unser Geld- und Wirtschaftssystem krankt (basiert auf einer falschen Rechnung, s. unten):

© MonNetA (http://www.monneta.org)

Update [28.04.2014]: Die im Video aufgezeigten Beispielrechnungen sind leider nicht die ganze Wahrheit. Es werden zum einen nur die Guthaben betrachtet  und per Zinseszinseffekt vermehrt, zum anderen wird der Fehler begangen, Guthaben/Schulden (Bestandsgrößen) mit Zinsen (Stromgrößen) zu verrechnen. Siehe wiki der Piratenpartei oder der Beitrag hier im Blog. Bei deedl im Blog findet sich eine Modellrechnung (3-teilig), die einen durch das Geld- und Zinssystem ergebenden Wachstumszwang widerlegt. Diese Rechnung ist sicherlich idealisiert, da ein Kreditnehmer ja immer „mehr“ liefern muss. Das Spiel bleibt daher nur stabil, wenn sich die Machtverhältnisse auch wieder umkehren, und so ein Ausgleich stattfinden kann. D.h. der vormalige Kreditnehmer wird auch mal zum Kreditgeber… Undenkbar im heutigen System, was letztlich darauf setzt, die bestehenden Verhältnisse nur weiter zu zementieren.

Direkt von deedl übernommen:

“In der verbreiteten Argumentation wird immer die vorhandene Geldmenge den Schulden gegenübergestellt, für die Schulden werden die Schuld des Kreditbetrages und die Zinsen addiert. Hier liegt der Fehler. Während der Kreditbetrag letztendlich eine Größe ist, die den Zustand eines Kontos beschreibt (Einheit Euro), ist die Zinszahlung ein Geldfluss, der die Änderung eines Zustandes beschreibt (Einheit Euro/Zeit). Es werden also zwei Größen addiert, die man nicht addieren darf, weil die Einheiten nicht gleich sind. Somit entsteht eine Fantasiegröße, die Gesamtschuld genannt wird und mit der sich trefflich Leute beeindrucken lassen, nur dass diese Fantasiegröße über gar keine irgendwie geartete Aussagekraft verfügt.”

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