Staatsschulden – der Gipfel der Schizophrenie

Einerseits finden Viele Staatsschulden doof. Bei ständig steigenden Schulden kann da ja was nicht stimmen, der Staat kann einfach nicht vernünftig wirtschaften…
So zu argumentieren halte ich für reichlich beschränkt.

Wie wir ja wissen, gehört zu jedem Schuldner auch ein Gläubiger. Hier lohnt ein Blick darauf, wer überhaupt diese Schulden hält und dafür Jahr für Jahr Zinsen kassiert. Nutznießer sind nämlich zum Großteil mittel- und unmittelbar die Bürger selbst. Unmittelbar werden Staatsanleihen gehalten oder mittelbar sind es die Einlagen bei Versicherern und Banken (Lebensversicherung, Riesterrente, etc.), die im „sicheren Hafen“ Staatsanleihen geparkt sind.

Mutet es so nicht reichlich schizophren an, wenn eben diese Bürger nach einem Schuldenabbau verlangen, ohne sich Gedanken zu machen, wo sie ihr Geld dann anlegen sollen?
Wer verstanden hat, dass Schuldenabbau mit der Vernichtung von Geldvermögen einhergeht, ja diese sogar bedingt, der kann ob solcher Forderungen nur ungläubig den Kopf schütteln. Auf Wachstumskurs steuert man die Wirtschaft so in jedem Fall nicht…

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