Versuchsballon Griechenland

Wie gerade über den Ticker lief, sind die Preise im Oktober zum Vorjahr um 2% gefallen. Auf n-tv beschreibt man das so: „Die Entwicklung ist von der internationalen Geldgeber-Troika zwar gewollt, aber dennoch ist sie nicht ungefährlich.
Könnte glatt Satire sein. 

Weiter geht’s im Text: „Im schlimmsten Fall kann dies eine Abwärtsspirale aus fallenden Verbraucherpreisen und schwacher Wirtschaftsleistung auslösen.

Wie war das noch in der Krise? Der Unternehmer kürzt an Löhnen oder setzt sogar Teile der Belegschaft vor die Tür, worauf die Privathaushalte vermehrt versuchen ihr Geld beisammen zu halten (sparen), was sich wiederum negativ auf den Absatz der Unternehmen auswirkt, usw. Ohne dass der Staat in einer solchen Situation Geld in die Hand nimmt und investiert, geht das wie hier bereits beschrieben sich selbst verstärkend bis durch die Kellerdecke. In der Weltwirtschaftskrise ab 1929 ist es erst zu einer Einsicht gekommen, nachdem die gemäßigten Kräfte durch Links- und Rechtsaußen ersetzt wurden. 

Muss sich Geschichte denn wirklich jedes Mal wiederholen?

 

Kleiner Zusatz: „Dem am schwersten von der Euro-Schuldenkrise betroffenen Land wird aber 2014 ein kleines Comeback zugetraut: Das BIP soll dann erstmals seit sechs Jahren wieder wachsen […] „2015 dürfte die Erholung an Kraft gewinnen, wenn die Investitionen zum Motor der Belebung werden“, erwartet die EU-Kommission, die dann mit einem Plus von 2,9 Prozent rechnet.

Schnarch. Das selbe Lied, wieder und wieder. Nächstes Jahr aber… ganz sicher diesmal… Man nötigt sie weiter zu faktischen Kürzungen „Einsparungen“, aber Investitionen sollen alles wieder ins Lot bringen. Erm, ja. Wer den Widerspruch ertdeckt, darf ihn behalten.

Nachtrag, da passend: http://georgtsapereaude.blogspot.de/2010/03/griechenland-kann-es-nicht-alleine.html

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