Die Welt und die Abhängigkeiten der Akteure darin

Der Wirtschaftskreislauf funktioniert nach dem Prinzip „des Einen Ausgaben sind des Anderen Einnahmen“, und dieser Motor läuft nur rund, wenn Input und Output identisch sind. Dieser Zusammenhang lässt sich auf viele andere Bereiche übertragen:
Die Geldvermögen des Einen, sind die Schulden eines Anderen.
Überschüsse und Defizite gehören zusammen sowie Gewinn und Verlust.
All diese Größen darf man nicht getrennt voneinander betrachten, denn damit unterschlägt man den entsprechenden Gegenpart [irgendwo] auf dieser Welt.

Wachstum ist das große Thema, über das nachgedacht werden sollte. Niemand würde Verluste in Kauf nehmen, damit ein anderer Gewinn machen kann, Wirtschaft bzw. Handel ist ein Geben und Nehmen. Einzig durch Wachstum wird es möglich, den Profit auf der einen Seite so zu kaschieren, dass es an anderer Stelle nicht (sofort) als Verlust auffällt. In einem stagnierenden Umfeld wird dieser Zusammenhang sehr viel schneller deutlich, daher auch die zunehmende Kritik.
Mit diesem Hintergrundwissen erscheint eine Argumentation mit der „individuellen Freiheit“ des Einzelnen absurd. Eine Debatte über Gerechtigkeit wird neu geführt werden müssen, und damit ist der Begriff an sich gemeint und nicht diese ganzen sinnentleerten Worthülsen mit Gerechtigkeit als Zusatz. Dieser Versuch der Aushöhlung der grundsätzlichen Bedeutung ist nichts anderes als Manipulation von Seiten neoliberaler Thinktanks.

edith: Bin bei meinen Recherchen auf folgenden Blogbeitrag zum Thema Wachstum gestoßen, am Ende ist doch alles eine Frage der Entropie: http://deedls.blog.de/2013/08/15/endlichkeit-welt-16314014/

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